Netzwerk Handwerk


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Wie entsteht ein Stuhl? Vom Entwurf, der Auseinandersetzung mit der Holzauswahl bis zur Beschichtung fahren wir gemeinsam die Stationen ab um ein Sitzobjekt beim Werden erkunden zu können. Neben der Funktionalität des Objekts wird es abschließend auch um das gesellschaftliche Motiv des „Zusammensitzens“ gehen. So soll der entstehende Stuhl natürlich auch ausprobiert werden, die Kinder tauschen also ihre spannenden Eindrücke in der Gruppe bei leckerer Verköstigung miteinander abschließend aus. 
 So ein Stuhl soll ja vor allem eines gut können: eine Einladung aussprechen!

Einen Stuhl von null auf in einem bzw. zwei Tagen zu bauen ist natürlich nicht so leicht. Aus diesem Grund müssen die verschiedenen Beteiligten vorbereitet sein, analog zu den uns bekannten Kochshows im TV, werden sozusagen halbvorgefertigte Teile entlang der Expedition Handwerk im Verlauf zusammengefügt. Dabei erzählen und zeigen uns die Beteiligten Handwerker von ihrer Handwerkskunst und -leidenschaft ihres Berufes und geben uns wertvolle Tipps und Hilfe in Materialauswahl und Umsetzung zu unserem Sitzobjekt!

Die Initiative Netzwerk Handwerk setzt sich zum Ziel, traditionelles und lebendiges, lokales Handwerk zu bewahren, weiter zu entwickeln, zu gestalten und zu vermitteln. Die Zusammenarbeit mit Gestaltern und Kreativen, neue Kooperationen, das Wecken von Begeisterung und Talenten von jungen Menschen für das Handwerk, aber auch der Einsatz von Werkzeugen, Techniken und Materialien des 21. Jahrhunderts zählen zu den Ansätzen, um das Handwerk mit Bildungsinitiativen erfolgreich in die Zukunft zu tragen. Bewusstseinsprozesse für Wert und Perspektiven des Handwerks und des handwerklichen Gestaltens sollen initiiert und gefördert und diese durch spezielle Vermittlungsprogramme an die Handwerker, die Jugend bzw. in die Öffentlichkeit gebracht werden.

Die Thematik „Zukunft Handwerk“ soll an Kinder und Jugendliche vermittelt werden. Das projektierte Vermittlungskonzept dazu zielt darauf hin ab, das alltägliche wie spezifizierte Handwerk als identifikationsstiftendes Kulturgut ins Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zu rücken, das Zusammenspiel von Funktion und Gestaltung begreifbar zu machen und einen Prozess der Neuinterpretierung von Handwerk im individuellen Alltag zu initiieren.

Das Zielpublikum sind in erster Linie die Kinder und Jugendlichen der Region. Über die praktische Auseinandersetzung, Einbeziehung von Laien und ExpertInnen und durch kreative Produkt- und Umweltgestaltung soll die Wertschätzung gegenüber dem Handwerk sowie den aktiven und den vielleicht zukünftigen HandwerkerInnen sichtbar gemacht werden.
Die Vermittlungsmethoden konzentrieren sich auf Recherche, Beobachtung, Exkursion und Workshop mit HandwerkerInnen und GestalterInnen auf Augenhöhe mit Kindern und Jugendlichen bis hin zur Entwicklung innovativer Prototypen sowie Raum- und Designproduktion.


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