bilding leitbild

 

Kunst und Kultur öffnen Welten. Welten voller Farben, Formen und alternativer Einsichten. Denn Kinder und Jugendliche brauchen kreative Experimentierfelder, um gereifte Persönlichkeiten werden zu können.


Die „Welt“ sehen, verstehen und begreifen wollen, sowie an ihrer Gestaltung aktiv teilzunehmen – das sind wesentliche Aspekte unseres Lebens, von der Kindheit an bis ins hohe Alter. In diesem Sinne sehen wir das zentrale Ziel vom „bilding“ darin, Kindern und Jugendlichen ein entsprechendes Umfeld zu bieten, in dem sie ihre eigenen Fähigkeiten so früh wie möglich entdecken und so intensiv wie möglich weiter entwickeln können.


Mit dem „bilding“ schaffen wir einen Freiraum der Persönlichkeitsentwicklung, der den Kindern und Jugendlichen eine Entdeckungsreise aus sich, zu sich und zu anderen hin anbietet. Die eigene Kreativität leben zu können, mit seinen Ideen, Gestaltungswünschen und Phantasien ernst genommen und bei deren Realisierung unterstützt zu werden, das stärkt die Persönlichkeit, das Selbstbewusstsein, setzt konstruktive Kräfte frei und führt zu einem respektvollen Miteinander.


Das Potential der Kinder und Jugendlichen ist ihre Kreativität, ein „ungezogenes“ – im Sinne von nicht anerzogenes – Kapital. Im Dialog auf gleicher Augenhöhe, begegnen KünstlerInnen oder ArchitektInnen den jungen Menschen, lernen miteinander und voneinander und schaffen damit ein kreatives und integratives Umfeld.


Das „bilding“ schafft einen Raum kreativer Bewegungsfreiheit und vermittelt dies auch in seiner Architektur. Das Raumkonzept und seine Materialität erzeugen einen offenen Raumfluss der Perspektiven nach innen wie nach aussen öffnet, greif- und begreifbar ist und die Lust am Experimentieren unterstützt.


Das „bilding“ macht deutlich, dass es im kreativen Arbeiten weder ein „richtig“ noch ein „falsch“ gibt sondern, dass es darum geht neugierig zu sein, Fragen zu stellen, Probleme zu erkennen, konstruktive Lösungsvorschläge zu kreieren und unterschiedliche Antworten zuzulassen. Querdenken, gestaltend kommunizieren, selbst oder gemeinsam ein Teil eines Gestaltungsprozesses zu sein, das öffnet und verbindet und macht den Kindern und Jugendlichen begreifbar, dass sie an der Gestaltung ihrer Umwelt aktiv teilnehmen können.


Das „bilding“ bietet ein altersspezifisches Programm an, in dem Kinder und Jugendliche von KünsterInnen und ArchtektInnen im Auf- und Ausbau ihrer kreativen Interessen und Talente begleitet und individuell unterstützt werden. Ziel ist es, die Phantasie und Ausdrucksmöglichkeiten zu fördern und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Gestaltungskompetenzen zu entwickeln.


Das „bilding“ schafft Raum für · Stärken sichtbar machen · Kreativität entdecken · Potentiale entfalten · Fehler machen dürfen · Flexibilität · quer denken · das eigene Leben und das Umfeld gestalten · tiefer blicken · sich ausdrücken lernen · Einfluss nehmen · sich selbst organisieren · sich eine Meinung bilden · Erkennen der eigenen Fähigkeiten · Wertschätzung gegenüber dem Fremden · offenes und resprektvolles Miteinander


Das „bilding“ kreiert einen Ort der Wertschätzung für die kreativen Fähigkeiten von Kindern wie Jugendlichen und gegenüber kreativen Gestaltungsprozessen.


Das „bilding“ schenkt Zeit, die eigene Kreativität zu entdecken und zu entwickeln wie das dazu erforderliche Tempo selbst zu bestimmen.


Das „bilding“ bietet einen Freiraum für kreatives Arbeiten und gemeinsames Lernen mit Menschen, deren Profession die Kreativität ist.


Das kostenlose Angebot vom „bilding“ ermöglicht allen Kindern und Jugendlichen, unabhängig von deren sozialen und kulturellen Hintergründen, einen Zugang zu Kunst, Architektur, Design und Film sowie zur kreativen Eigentätigkeit.


Das „bilding“ sind KünstlerInnen und ArchitektInnen, die ihr Können, ihr Wissen und ihre langjährigen Erfahrungen direkt vermitteln und damit einen authentischen Einblick in ihre kreativen Arbeitsweisen und Gedankenwelten geben.


warum bilding – ein freiraum

bilding bietet Raum zur Erforschung und Auseinandersetzung mit Malerei, Skulptur, Architektur, Design, Film und Neuen Medien für und durch Kinder und Jugendliche. Mit bilding entsteht ein neuer Ort, der Raum schafft für die Entwicklung einer kreativen Zukunft, einer gestalterischen Vielfalt, ein Ort der ästhetischen Bildung und Förderung für junge Menschen.

bilding bietet damit im Bereich der visuellen, angewandten und bildenden Künste eine optimale Förderung und Ausbildungsmöglichkeit, die von der ästhetischen Frühförderung von Kleinkindern über die entwicklungsbegleitende Kreativförderung für Kinder und Jugendliche bis hin zur altersspezifischen Unterstützung für junge Erwachsene reicht und das künstlerische Potenzial der Jugend sichtbar macht, wertschätzt und nachhaltig unterstützt. Erstmals wird mit diesem Konzept auch die vielschichtige Verbindung von Kunst und Architektur thematisiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur kreativen Gestaltung unseres Lebensraums.


bilding schafft eine einzigartige Dichte von Theorie und Praxis und ergänzt das Bildungsangebot der Stadt Innsbruck wie der Region mit der Förderung von jungen künstlerischen Talenten. Damit wird das notwendige kreative Potenzial unserer Gesellschaft gestärkt und ein bildungspolitischer Auftrag wahrgenommen.


Kernbereiche von bilding sind

•kontinuierliches und aufbauendes Jahresprogramm für 4 –19 Jährige in vier Werkstätten: Malerei, Bildhauerei, Film und Neue Medien, Architektur und Design.
•Vermittlungs- und Fortbildungsprogramme für Schulen und Kindergärten. Architekturvermittlung im Kontext des Programms im „aut. architektur und tirol“.
•offene Plattform bzw. Vernetzungspartner, welche spartenübergreifend als Vermittler in den Bereichen Kunst, Architektur und Jugendarbeit wirkt.
•Kreativität der Kinder und Jugendlichen in der Gesellschaft sichtbar machen.


bilding. Der Name und das Gebäude

Der Name bilding steht für ein offenes Bild/Kunstwerk, das Architektur, Kunst, Bildung und im-Prozess-Sein miteinander verbindet. Bausteinen gleich lässt sich aus vielen elementaren Einzelteilen ein sich ständig veränderbares Ganzes bilden.

Standort von bilding ist ein von der Stadt Innsbruck zur Verfügung gestellter Bauplatz im Rapoldipark. Ein ArchitektInnenkollektiv rund um das „aut.architektur und tirol“ übernahm die konzeptionelle Vorarbeit für die Planung dieses Werkstättengebäudes. Seit Oktober 2014 arbeitet eine Gruppe von Studierenden des „./studio 3 – Institut für experimentelle Architektur“ der Universität Innsbruck (Professor Volker Giencke) im Rahmen ihrer Bachelorarbeit daran, diesen Raum der Kreativität zu entwickeln.


Unter der Betreuung von Walter Prenner, Verena Rauch und Wolfgang Pöschl wurden im Herbst 17 Entwürfe erarbeitet, aus denen eine Jury ein Projekt auswählte, das im Kollektiv aller 27 Studierenden und in Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen und Firmen sowie der ehrenamtlichen Hilfe von Statikern und Fachplanern zur Baureife entwickelt und realisiert wurde.

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